Ein Rothenburger Pfad zur Entspannung: Wanderung im Burgbernheimer Forst

Wandern in Rothenburg ob der Tauber

Seit etlichen Jahren ist die Stadt Rothenburg ob der Tauber nicht nur das weltweit bekannte Kleinod des Mittelalters, die Stadt hat sich auch als „Wander-Metropole“ einen Namen gemacht. Das Taubertal und seine Nebentäler laden zu vielen unterschiedlichen und sehr reizvollen Wanderungen ein. Darüber hinaus gibt es aber auch Wanderstrecken im Umland, auf eine dieser Strecken möchte ich heute den Leser gerne mitnehmen. Es geht in den Burgbernheimer Forst.

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Harald Krasser

Ich bin in Rothenburg geboren und lebe auch hier. Ich liebe diese Stadt und das sie umgebende Frankenland. Besonders freut mich der weltweite Bekanntheitsgrad dieses mittelalterlichen Kleinods. Sagen zu können, hier in meiner Heimatstadt ist die Welt zu Gast, macht mich auch ein klein wenig stolz. Ich bin seit 1968 Mitglied im Historischen Festspiel „Der Meistertrunk“ und leitete diesen Verein bis 2017 als 1. Vorsitzender. Natürlich möchte ich mich in einigen meiner Themen mit diesem Verein, seinen Aktivitäten und seiner reichhaltigen Geschichte beschäftigen.

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Graf Johann von Tserclaes Tilly

Sein Tod, seine Person

In der Schlacht bei Rain am Lech wurde der kaiserliche General Johann von Tserclaes Tilly schwer verwundet. Er wurde ins Hospital nach Ingolstadt gebracht, wo er dann im April 1632 seinen Verletzungen erlag. Der Verstorbene hatte 50 Jahre seines Lebens nahezu ununterbrochen im Felde verbracht. Dutzende Male hatte er dem Tod ins Auge gesehen und sich dabei im Kampf zahlreiche Narben und Blessuren zugezogen. Sein Mut, seine Geradlinigkeit und auch seine große Auffassungsgabe waren bei seinen Soldaten legendär und er genoss bei ihnen eine hohe Autorität. „Graf Johann von Tserclaes Tilly“ weiterlesen

Harald Krasser

Ich bin in Rothenburg geboren und lebe auch hier. Ich liebe diese Stadt und das sie umgebende Frankenland. Besonders freut mich der weltweite Bekanntheitsgrad dieses mittelalterlichen Kleinods. Sagen zu können, hier in meiner Heimatstadt ist die Welt zu Gast, macht mich auch ein klein wenig stolz. Ich bin seit 1968 Mitglied im Historischen Festspiel „Der Meistertrunk“ und leitete diesen Verein bis 2017 als 1. Vorsitzender. Natürlich möchte ich mich in einigen meiner Themen mit diesem Verein, seinen Aktivitäten und seiner reichhaltigen Geschichte beschäftigen.

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Das Historische Festspiel „Der Meistertrunk“ und seine Kroaten zu Pferde

Nach dem Fest ist vor dem Fest, diese alte Weisheit gilt natürlich auch für unser Festspiel und heißt hier: nach Pfingsten ist vor Pfingsten! In unserem Verein mit seinen ca. 1000 Mitgliedern, aufgeteilt in 26 verschiedene Gruppierungen, laufen die Vorbereitungen auf die alljährlichen Pfingstfeiertage ganz unterschiedlich ab. Viele Gruppen können relativ entspannt, auch natürlich versehen mit der nötigen Routine, die vorbereitenden Arbeiten angehen.

Andere müssen eine sehr frühzeitige Planung erstellen, so wie es bei den Kroaten zu Pferd der Fall ist, von denen ich erzählen möchte:

Die Kroaten zu Pferde sind eine wild aussehende Gruppierung mit 17 Reitern, die von einem Hauptmann angeführt werden. Bei uns im Verein sind sie eine sehr attraktive Truppe, die schon alleine durch ihr Auftreten, als auch durch ihre Kunststücke auf den Rücken der Pferde die erstaunten Blicke der Gäste auf sich ziehen. „Das Historische Festspiel „Der Meistertrunk“ und seine Kroaten zu Pferde“ weiterlesen

Harald Krasser

Ich bin in Rothenburg geboren und lebe auch hier. Ich liebe diese Stadt und das sie umgebende Frankenland. Besonders freut mich der weltweite Bekanntheitsgrad dieses mittelalterlichen Kleinods. Sagen zu können, hier in meiner Heimatstadt ist die Welt zu Gast, macht mich auch ein klein wenig stolz. Ich bin seit 1968 Mitglied im Historischen Festspiel „Der Meistertrunk“ und leitete diesen Verein bis 2017 als 1. Vorsitzender. Natürlich möchte ich mich in einigen meiner Themen mit diesem Verein, seinen Aktivitäten und seiner reichhaltigen Geschichte beschäftigen.

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Der Festspieldichter Adam Hörber und die Entstehung des Historischen Festspiels „Der Meistertrunk“

Die Stadt Rothenburg ob der Tauber wurde 1274 durch König Rudolf von Habsburg zur Freien Reichsstadt ernannt. Diese Ernennung war für die Stadt mit zahlreichen Privilegien verbunden. In der Folge wuchs Rothenburg sehr schnell zu einem politischen und wirtschaftlichen Machtzentrum heran.

Rothenburg ob der Tauber
Rothenburg ob der Tauber

Mit dem Reichsdeputationshauptschluss vom 27.4.1803,  dem letzten bedeutenden Gesetz des Heiligen Römischen Reiches, verlor die Stadt ihre Reichsfreiheit, die westlichen Ländereien der Stadt fielen an Württemberg, die Stadt selbst wurde in das Königreich Bayern eingegliedert. Damit war die Blütezeit der Stadt gebrochen, sie wurde bedeutungslos. Die Bürger der Stadt überlegten nach Möglichkeiten, um den Verlust der Reichsfreiheit zu kompensieren und wieder an alte Zeiten anknüpfen zu können.Erst um 1875 formierte sich eine Bürgergruppierung um den Rothenburger Glasermeister Adam Hörber, der die Anschauung vertrat, die Ereignisse des Jahres 1631 in einem Volksschauspiel darzustellen und dieses Stück in Rothenburg ob der Tauber zur Aufführung zu bringen. Inhalt der Geschichte sollte die Errettung der Stadt durch den legendären Meistertrunk des Altbürgermeisters Georg Nusch sein.

Adam Hörber konnte sich mit seiner Idee durchsetzen, 1881 fand die Premiere des „Meistertrunks“ im Kaisersaal des Rathauses statt, zu der zahlreiche Gäste aus dem In- und Ausland in Rothenburg zu Gast waren. Die Stadt hatte dadurch wieder an Bedeutung gewonnen.

 

Das Leben und Werk Adam Hörbers

Am 30. Juni 1827 geboren und auf den Namen Johann Adam getauft, wuchs der kleine Adam Hörber als Sohn des Webemeisters Hörber unter ärmlichen Verhältnissen auf. Ein mühseliges Leben führten die alten Webersleute in dem damals schon baufälligen Häuschen. In der damaligen Zeit bestimmte das Klipp-Klapp des Webstuhls den Lebensrhythmus. Bei den dürftigen Verhältnissen der Weberzunft sollte der junge Adam nach dem Besuch der Gewerbeschule ein ehrsames Handwerk erlernen, und so kam der junge Bursche als Lehrling in die Glaserei des Vetters Stürmer. Mit 17 Jahren hatte Adam ausgelernt, machte seine Gesellenprüfung und nun begann eine entbehrungsreiche Zeit, die ihn aber für sein späteres Leben prägte.

Ansbach, Coburg, Leipzig und Eilenburg, die damalige Hochburg der Glaserei, waren die ersten Stationen seiner Wanderschaft. Es ging weiter nach Torgau, Halle, Naumburg, über Gotha, Weimar, Basel und zuletzt nach Blaubeuren. Seine Wanderwege hatten ihn an Stätten geführt, die schon einen berühmten Namen hatten, sei es durch ihre malerische Lage, die Architektur oder durch große Geister der Literatur. Es war ein karges Leben, das er auf der Wanderschaft führte.

Aber lieber hungerte Adam Hörber, als dass er sich ein besonders schönes Theaterstück, etwa am Hof in Coburg oder den Besuch der Leipziger Messe, entgehen ließ.

In den 6 Jahren seiner Militärzeit bei den königlich bayerischen Cheveaulegers in Dillingen waren die Lebensverhältnisse auch nicht besser, dennoch war er ein begeisterter Soldat und lernte perfekt das Reiten. Darüber hinaus war er auch ein guter Turner und Schwimmer. Besondere Freude bereitete ihm aber die Sangeskunst. In Blaubeuren dirigierte er einen von ihm gegründeten Männerchor, schrieb selbst die Partituren und die einzelnen Stimmen.

Nach 12 Jahren in der Fremde legt Hörber seine Meisterprüfung ab und ließ sich in Rothenburg nieder. Erst nachdem sein Geschäft florierte und er sein eigenes Haus kaufen konnte, heiratete er nach 9jähriger Verlobungszeit Susanne Breininger.

Im Stadtregiment wurde man allmählich aufmerksam auf den jungen Meister. Er wurde 1862 in den Magistrat gewählt, dem er über 30 Jahre angehörte. Ein besonderer Vertrauensbeweis war seine Wahl in den Mittelfränkischen Landtag, wo er 22 Jahre die Stadt Rothenburg vertrat.

Den größten Verdienst erwarb er sich jedoch durch sein Festspiel „Der Meistertrunk“. Dies war auch mit der Hauptgrund, dass ihm seine Vaterstadt 1897 das Ehrenbürgerrecht verlieh. Auch das bayerische Königshaus erkannte sein verdienstvolles Wirken an und verlieh ihm im Jahr 1902 die goldene Medaille für Kunst und Wissenschaft.

Adam Hörber
Adam Hörber

Der Verein Historisches Festspiel „Der Meistertrunk“ wurde auch im Jahre 1881 gegründet und hat heute ca. 1000 Mitglieder. Der Verein sieht es als seine Hauptaufgabe an, alljährlich während der Pfingstfeiertage die Ereignisse des Jahres 1631 in Rothenburg wieder aufleben zu lassen.

 

 

 

 

 

 

 

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Ich bin in Rothenburg geboren und lebe auch hier. Ich liebe diese Stadt und das sie umgebende Frankenland. Besonders freut mich der weltweite Bekanntheitsgrad dieses mittelalterlichen Kleinods. Sagen zu können, hier in meiner Heimatstadt ist die Welt zu Gast, macht mich auch ein klein wenig stolz. Ich bin seit 1968 Mitglied im Historischen Festspiel „Der Meistertrunk“ und leitete diesen Verein bis 2017 als 1. Vorsitzender. Natürlich möchte ich mich in einigen meiner Themen mit diesem Verein, seinen Aktivitäten und seiner reichhaltigen Geschichte beschäftigen.

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