Lohnende Umwege oder der neue Rothenburger Turmweg

Feierliche Eröffnung!

„Etwas Vergleichbares gibt es in ganz Deutschland nicht“ war eine der Aussagen die am 28.03.2014 zur Einweihung des Rothenburger Turmweges getroffen wurden. Mit Superlativen halte ich mich auf meinen Führungen eher zurück, da mir zu schnell von dem höchsten, ältesten oder größten … gesprochen wird. Aber es könnte schon sein dass ein solcher Rundgang sonst nirgendwo in Deutschland zu finden ist, denn es gibt nicht mehr viele Städte auf dieser Welt mit einem komplett geschlossenen Stadtmauerring und dazu noch fast allen Türmen entlang der Stadtmauer. Spontan fallen mir nur noch zwei andere mittelalterliche Kleinode an der Romantischen Straße ein und zwar Dinkelsbühl sowie Nördlingen. Aber die haben keinen vergleichbaren ausführlich beschriebenen Rundweg zu den Türmen. „Lohnende Umwege oder der neue Rothenburger Turmweg“ weiterlesen

Harald Ernst

Bin ich ein Rothenburger? JAIN! Meine Wurzeln liegen nur 15 km von Rothenburg entfernt. Brettheim, früher ein Teil des Stadtgebietes der Reichsstadt mit ca. 180 Dörfern, liegt heute in einem anderen Bundesland (BW). Das erklärt, weshalb ich mich als Rothenburger fühle, inzwischen auch in der Altstadt lebe, aber nicht wie ein Rothenburger klinge. Ich bin ein Hohenloher mit entsprechendem Dialekt (wenn ich will oder darf) und habe mich während meines Zivildienstes (1990/91) in der Jugendherberge in die Stadt verliebt. Außerdem habe ich mich durch die Gäste aus aller Welt inspirieren lassen und das Reisen für mich entdeckt. Menschen, Länder, Abenteuer lassen mich immer wieder meine Koffer packen. Doch genauso gerne kehre ich immer wieder zurück in diese besonders schöne Stadt. Aus Hobby wurde Beruf. Bereits 1993 kam ich zur Gästeführerei. Im Jahr 2000 habe ich mit einem Freund ein Reiseunternehmen gegründet und bin seit dem selbstständiger Stadtführer, Reiseleiter und Driverguide für Gäste aus aller Welt im In- und Ausland. Doch mein Schwerpunkt ist und bleibt Rothenburg ob der Tauber. Hier kenne ich mich am besten aus. Hier bin ich Zuhause.

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Von Eiern, Hasen und Plapperwasser. Osterbräuche in Franken

Vielerorts sind sie ja schon geschmückt, die Brunnen und Plätze in Franken. Es ist einfach zauberhaft, was da bei der österlichen Fahrradtour durch die Ortschaften dem Auge schmeichelt. Riesige Osterhasenfamilien aus Stroh tummeln sich auf Marktplätzen (z.B. in Colmberg) und laden als Fotomotiv ein. Große und kleine, alte und moderne Brunnen, sprudelnde Naturquellen und manchmal sogar alte Wasserpumpen werden bis zwei Wochen nach Ostern zum Hingucker. Auch Rothenburg ob der Tauber hat einige zauberhaft geschmückte, großen Osterbrunnen die es zu entdecken lohnt. „Von Eiern, Hasen und Plapperwasser. Osterbräuche in Franken“ weiterlesen

Felicitas Höptner

Mein Name ist Felicitas Höptner, ich bin die Leiterin des „Deutschen Weihnachtsmuseums“ in Rothenburg ob der Tauber. An der Otto-Friedrich-Universität in Bamberg habe ich Volkskunde, Kunstgeschichte und Denkmalpflege studiert. Im Rahmen von Ausbildung und Beruf hinterließ ich meine Spuren in Museen und Kultureinrichtungen in Bamberg, Schwabach, Oldenburg, Cloppenburg und Hagen. Neben der Museumsleitung zeichne ich verantwortlich für die Leitung der Abteilungen „Werbung, Presse, Öffentlichkeitsarbeit“ sowie „Tourismus“ beim Unternehmen „Käthe Wohlfahrt GmbH&Co.OHG“ in Rothenburg. In meiner Freizeit verreise ich im In- und Ausland, koche gerne mit Freunden, besuche Musik-, Kunst- und Kulturveranstaltungen und lese viel. Mein Interesse für Kunst und Kultur begleitet mich im Alltag. Dabei fasziniert mich vor allem auch die Feinheit und Besonderheit im Kleinen und Alltäglichen: die verblasste Szene neben dem Hauptthema im Bild, das kleine Detail an der Skulptur, die Originalität von Festivitäten, Brauchtum und Sprache, die Geschichte hinter der Titelgeschichte.

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Des Reiches Krone – groß wie ein Kochtopf

Seit Jahrhunderten gastieren bedeutende Menschen in Rothenburg ob der Tauber, darunter Kaiser, Könige und Fürsten. Auch in der Gegenwart ist das „fränkische Jerusalem“ Ziel hochrangiger Diplomaten und Politiker. Heute erkenne ich die Ankunft solcher Prominenz am Ehesten an schwarzen Edellimousinen; die Person selbst – wenn das Gesicht nicht zu sehen ist – meist nur am klassischen Anzug. Besondere Zeichen ihrer Stellung tragen sie kaum.

Da hatten es unsere Vorfahren leichter. Einen mittelalterlichen Regenten etwa erkannte man an der Krone auf seinem vornehmsten Körperteil – dem Kopf – und einer Vielzahl weiterer Herrschaftssymbole. Diese Symbole wirkten zeichenhaft und übernahmen im von Mündlichkeit geprägten Mittelalter die Aufgaben von Schrift und Dokument. Zeitungen, Fernsehen und Internet gab es ja noch nicht. Da eine Krone „Herrschaft“ symbolisieren sollte, hatte jeder Herrscher mindestens eine solche; die Zahl der in Europa im Umlauf befindlichen Kronen war folglich groß. Die Reichskrone war insoweit zunächst nur eine Krone unter vielen. „Des Reiches Krone – groß wie ein Kochtopf“ weiterlesen

Markus Hirte

Ich heiße Dr. Markus Hirte. Geboren wurde ich 1977 in Weimar. Ich habe Rechtswissenschaft studiert und wurde an der Friedrich-Schiller-Universität Jena zum Dr. iur. promoviert. Meinen Abschluss zum Magister Legum bestritt ich an der Fernuniversität Hagen. Ein Studienaufenthalt führte mich auch an die Cambridge University nach England. Knapp sieben Jahre arbeitete ich als Rechtsanwalt in Stuttgart, Berlin und London. Mein Herz schlug jedoch immer schon vor allem auch für die Strafrechtsgeschichte, meine Publikationsliste wurde länger und länger. Seit 2013 bin ich nun geschäftsführender Direktor des Mittelalterlichen Kriminalmuseums in Rothenburg und kann mich noch intensiver der Historie widmen. Meine Forschungs- und Interessenschwerpunkte: ältere und neuere Strafrechtsgeschichte, insbesondere mittelalterliches Kirchenstrafrecht, Inquisitionsverfahren, Hexenverfolgungen und die Entwicklung der Todesstrafe. http://www.kriminalmuseum.rothenburg.de/

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Auf dem Jakobsweg durch Rothenburg ob der Tauber

 

Weg aufwärts

Brunhilde S. war ganz allein unterwegs. Ein kleiner Rucksack. Ein blaues Sweatshirt. Ein lächelndes Gesicht. Sie war eine ganz besondere Pilgerin, denn sie versuchte ihren Weg zu gehen, ohne einen Cent in der Tasche zu haben. „Verrückt“, dachte ich. Und: „Für mich käme das nicht in Frage, von den Wohltaten anderer abhängig zu sein.“ Brunhilde war für einen Tag in Rothenburg. Bei einer Tasse Kaffee erzählte sie mir aus ihrem Leben, in dem sie es nicht immer leicht hatte. Nun, als sie familiär ganz ungebunden war und nicht mehr ganz gesund, begab sie sich auf den Jakobsweg, um ihrem Leben Tiefe zu geben. Und um Abstand zu bekommen von einem bürgerlich gesicherten Leben. Das Tempo bestimmte sie selbst. Und sie hatte die Freiheit, das Experiment jederzeit abzubrechen und zurückzukehren. Beeindruckend, was alles sie zu erzählen hatte. „Auf dem Jakobsweg durch Rothenburg ob der Tauber“ weiterlesen

Oliver Gußmann

In Rothenburg bin ich Touristen- und Pilgerpfarrer an St. Jakob. Das ist die große, an Kunstschätzen reiche evangelische Kirche mit den Doppeltürmen mitten in Rothenburg! Meine Aufgabe ist es, die Kirchen Rothenburgs Gästen und Touristen aus der ganzen Welt bekannt zu machen. Die zahlreichen Gotteshäuser des gotischen Rothenburgs erzählen mit Bildern und Symbolen vom Glauben, der Liebe und der Hoffnung unserer Vorfahren; sie berichten vom Sterben und Auferstehen, von Hingabe und Erlösung. Bei meiner Arbeit hilft mir ein Kirchenführer-Team. Außerdem traue ich Hochzeitspaare, mache Nachtkirchenführungen und vieles mehr. Gerne führe ich durch das jüdische Rothenburg oder biete für Kinder und Jugendliche kirchenpädagogische Führungen an. Für die Jakobuswege, von denen sich einige in Rothenburg kreuzen, bin ich der Ansprechpartner. Mir liegt eine gesunde Umwelt am Herzen. Darum fahre ich ein "Velomobil" - eine Mischung zwischen Seifenkiste und Rennauto. Wenn Sie so etwas in Rothenburg stehen sehen, bin ich sicher nicht weit entfernt! Mehr über meine Arbeit: www.rothenburgtauber-evangelisch.de/tourismus

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