Rothenburgs rätselhafte Jungfrau

„Es war im Jahr 1883 …

… Meine Frau Emilia und ich hatten uns vorgenommen, uns mit der Hochzeitsreise den Traum eines jeden Engländers zu erfüllen. Wir wollten das romantische Deutschland bereisen und gedachten nun, dem idyllischen hessischen Städtchen Frankfurt am Main einen Besuch abzustatten …“

Romantische Flitterwochen gönnt der Autor Bram Stoker in seiner Gruselgeschichte „The Squaw“ dem frisch gebackenen Ehepaar George und Emilia Price aus Wales freilich nicht. Bereits auf der nächsten Station ihrer Hochzeitsreise, in Nürnberg, überschlagen sich die Ereignisse. Die Besichtigung der Nürnberger Kaiserburg und der dortigen Folterkeller-Ausstellung mündet in einem grauenvoll-blutigen Fiasko. In dessen Zentrum: eine Eiserne Jungfrau! „Rothenburgs rätselhafte Jungfrau“ weiterlesen

Markus Hirte

Ich heiße Dr. Markus Hirte. Geboren wurde ich 1977 in Weimar. Ich habe Rechtswissenschaft studiert und wurde an der Friedrich-Schiller-Universität Jena zum Dr. iur. promoviert. Meinen Abschluss zum Magister Legum bestritt ich an der Fernuniversität Hagen. Ein Studienaufenthalt führte mich auch an die Cambridge University nach England. Knapp sieben Jahre arbeitete ich als Rechtsanwalt in Stuttgart, Berlin und London. Mein Herz schlug jedoch immer schon vor allem auch für die Strafrechtsgeschichte, meine Publikationsliste wurde länger und länger. Seit 2013 bin ich nun geschäftsführender Direktor des Mittelalterlichen Kriminalmuseums in Rothenburg und kann mich noch intensiver der Historie widmen. Meine Forschungs- und Interessenschwerpunkte: ältere und neuere Strafrechtsgeschichte, insbesondere mittelalterliches Kirchenstrafrecht, Inquisitionsverfahren, Hexenverfolgungen und die Entwicklung der Todesstrafe. http://www.kriminalmuseum.rothenburg.de/

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Das Geheimnis der Heilig-Blut-Reliquie in St. Jakob Rothenburg ob der Tauber

Am Heilig-Blut-Altar

Schwer keucht ein Besucher als er die 32 Stufen zum Westflügel der St.-Jakobs-Kirche erklommen hat. Schnaufend lässt er sich auf einen der Stühle dort nieder. Endlich ist er in der Heilig-Blut-Kapelle angelangt. Sein Atem wird ruhiger. Er sieht sich um in dem gotischen Gewölbe. Die hohen Fenster tauchen den hohen Raum in ein mildes Licht Vor ihm erhebt sich der mächtige und zugleich zierliche Holzaltar von Tilman Riemenschneider. Vor gut einem halben Jahrtausend hat der Meister der Hochgotik die Figuren für eine noch viel ältere Heilig-Blut-Reliquie angefertigt. Zwei Lindenholz-Engel umfassen den Schaft eines goldenen Schmuckkreuzes. „Das Geheimnis der Heilig-Blut-Reliquie in St. Jakob Rothenburg ob der Tauber“ weiterlesen

Oliver Gußmann

In Rothenburg bin ich Touristen- und Pilgerpfarrer an St. Jakob. Das ist die große, an Kunstschätzen reiche evangelische Kirche mit den Doppeltürmen mitten in Rothenburg! Meine Aufgabe ist es, die Kirchen Rothenburgs Gästen und Touristen aus der ganzen Welt bekannt zu machen. Die zahlreichen Gotteshäuser des gotischen Rothenburgs erzählen mit Bildern und Symbolen vom Glauben, der Liebe und der Hoffnung unserer Vorfahren; sie berichten vom Sterben und Auferstehen, von Hingabe und Erlösung. Bei meiner Arbeit hilft mir ein Kirchenführer-Team. Außerdem traue ich Hochzeitspaare, mache Nachtkirchenführungen und vieles mehr. Gerne führe ich durch das jüdische Rothenburg oder biete für Kinder und Jugendliche kirchenpädagogische Führungen an. Für die Jakobuswege, von denen sich einige in Rothenburg kreuzen, bin ich der Ansprechpartner. Mir liegt eine gesunde Umwelt am Herzen. Darum fahre ich ein "Velomobil" - eine Mischung zwischen Seifenkiste und Rennauto. Wenn Sie so etwas in Rothenburg stehen sehen, bin ich sicher nicht weit entfernt! Mehr über meine Arbeit: www.rothenburgtauber-evangelisch.de/tourismus

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Herbst im Theater

Schon der Blick aus dem Fenster des Theaterbüros zeigt es: Die Saison ist vergangen und selbst die Blumen auf der Fensterbank sind Sinnbild für Vergänglichkeit.

Toppler Theater
Toppler Theater

 

Doch der Zugang ins Theater gestaltet sich romantisch – passend zu dem in Kürze beginnenden „Rothenburger Märchenzauber“ – Motto ZAUBERHAFT SCHAUDERHAFT: Spinnen haben das Tor versperrt.

Die Tür ist mit einem großen regelmäßig gesponnenen Netz bedeckt, das den Zugang geschlossen hält. Und damit auch ja kein Unbefugter den Schlüssel betätigt, hat eine andere Spinne das Schloss selbst mit einem feinen Gewebe überzogen. „Herbst im Theater“ weiterlesen

Erich Landgraf

Ich bin ERICH LANDGRAF, in Münster/Westfalen geboren, in Weimar aufgewachsen, seit 1971 im westlichen Mittelfranken und seit 1988 gern in Rothenburg zu Hause. Studiert habe ich Bergbaukunde an der TH Bergakademie Freiberg/Sachsen und mit einem Ingenieurdiplom abgeschlossen. Mein beruflicher Weg hat mich mit Techniken der Baustoffherstellung und des Umweltschutzes vertraut gemacht. Als leitender Angestellter bin ich lange Zeit in Deutschland und im Ausland tätig gewesen und habe dabei große Teile der Welt kennengelernt. Die Organisation von Prozessen und Abläufen ist mir vertraut und macht mir - in der Regel, besonders wenn sie gelingt - viel Freude. Mit Beginn meines Ruhestandes habe ich mich meinen kulturellen Interessen gewidmet. So versuche ich die Erfahrungen des Berufes auf die Organisation des Toppler Theaters zu übertragen. Nachdem das Theater seit 2013 staatlich gefördert wird, scheint die Mühe von Erfolg gekrönt zu sein. Außer der mittelalterlichen Schönheit ROTHENBURG, spricht mich die Umgebung der Stadt besonders an. Die zum Teil unberührte und artenreiche Natur erinnert mich an meine frühere Heimat Weimar. Meine Familie und ich fühlen uns hier zu Hause.

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Wer kennt es nicht – Das Drama um Kaspar Hauser.

Herrscher oder Findelkind? Ein Säugling der 1812 als Erbprinz von Baden geboren wurde. Hatte man ihn gegen einen sterbenden Säugling getauscht, sollte so der Weg zur Thronfolge einer Nebenlinie des badischen Fürstenhauses frei gemacht werden?

Das Rätsel seiner Zeit, unbekannt die Herkunft, geheimnisvoll der Tod.

Kaspar Hauser: Eine Geschichte – eine Legende, die bis heute immer wieder zu neuen Dokumentationen und Filmen anregt.

September 1928:

Im Kaisersaal des historischen Rathauses in Rothenburg ob der Tauber wird das 5 aktige Bühnenstück “Kaspar Hauser“ unter der Leitung von Bernhard Ringler mit der “Dramatischen Vereinigung Ansbach“ sowie Mitgliedern der “Deutschen Volksbühne Nürnberg“ aufgeführt. „Wer kennt es nicht – Das Drama um Kaspar Hauser.“ weiterlesen

Benjamin Babel

Mein Name ist Benjamin Babel. Ich wurde 1962 in Rothenburg ob der Tauber geboren. Nach der Schulzeit und der Ausbildung führten mich meine Wege als Journalist in alle Welt. Doch das Herz schlägt nun mal in der Heimat und so blieb ich mit meinem Rothenburg auch in der Ferne stets verbunden. Seit 2011 lebe ich wieder in Rothenburg ob der Tauber, direkt am Marktplatz. Vielleicht hat mich der ein oder andere Besucher übrigens schon einmal in den Medien gesehen.

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