Alle Jahre wieder – Weltgästeführertag 2017 in Rothenburg o.d.T.

Alle Jahre wieder – Weltgästeführertag 2017 in Rothenburg o.d.T.

5 einmalige Sonderführungen zum WGFT (Weltgästeführertag) 2017.

Wie immer um den 21. Februar eines Jahres gibt es im gesamten Bundesgebiet zahlreiche Veranstaltungen. Die Mitglieder des Bundesverband der Deutschen Gästeführer (BVGD) haben sich zum 500. Jubiläum des Thesenanschlages ein entsprechendes Thema als bundesweites Motto gewählt. Weitere Informationen zum WGFT finden sich auf der Internetseite des BVGD. (http://www.bvgd.org/weltgaestefuehrertag/)

Reform – Zeit für Veränderung

Am Samstag 18. und  Sonntag 19. Februar  bieten wir vom Verein der Rothenburger Gästeführer zum 9. Mal in Folge einmalige Sonderführungen an. In diesem Jahr zu dem Thema „Reform – Zeit für Veränderung“. Die Teilnahme ist kostenlos und jeder ist ohne Anmeldung herzlich willkommen. Spenden für einen guten lokalen Zweck sind allerdings gerne gesehen.

 

Seit 2009 erfreut sich diese Veranstaltung einem ständig wachsenden Interesse. In 8 Jahren haben wir inzwischen 109 Führungen angeboten die von fast 5400 Personen besucht wurden. Dadurch waren wir in der Lage 8295,- Euro an Spenden für unterschiedliche Projekte zu sammeln.

St.-Jakobs-Kirche - ©Rothenburg Tourismus Service
St.-Jakobs-Kirche – ©Rothenburg Tourismus Service

Das Programm 2017

Ein Quiz als Auftaktveranstaltung

Am Sa. den 18.02. geht es um 13:00 Uhr mit einer Fragen-Rallye zum Thema los.

Uhrzeit: 13:00 Uhr

Treffpunkt: St.-Jakobs-Kirche

Rothenburger Gästeführer werden Sie in das diesjährige Programm einstimmen. Danach können Sie ihr Wissen in einer Rallye testen. Bis zum Beginn der ersten Führung des Tages können Sie alleine oder in Gruppen die Fragen beantworten. Natürlich gibt es auch etwas zu gewinnen.

Um 14:00 Uhr ist es dann soweit. Die Führungen beginnen. Anders als in den Jahren zuvor wird jede Führung nur einmal angeboten und dauert jeweils ca. eine Stunde.

©Rothenburg Tourismus Service
Foto: ©Rothenburg Tourismus Service

Reformation und Renaissance

Treffpunkt: Marktplatz am Sa. 18.2. um 14:00 Uhr

Gästeführer: Frau Antonia Nakamura und Frau Jutta Rohn

Kurzbeschreibung

Wie kommt es, dass Rothenburg so eng mit der Reformation verbunden ist? Rothenburg lag verkehrsgünstig an einem Knotenpunkt großer Handels- und Pilgerwege. Die damaligen Kommunikationskanäle und die Vervielfältigungsmöglichkeiten durch den Buchdruck erlaubten, dass sich Informationen schnell verbreiteten. Dabei verloren die innerstädtischen Klöster zusehends ihren Einfluss. Als Zeichen dieses neuen Bewusstseins entstanden in der Stadt große Bauten im Renaissancestil wie der neue Rathausvorbau.

 

©Rothenburg Tourismus Service
Foto: ©Rothenburg Tourismus Service

Der Weinbau ist wieder da

Treffpunkt: Hotel Glocke am Sa. 18.2. um 15:30 Uhr

Gästeführer: Herr Albert Thürauf

 

Kurzbeschreibung

Im 16. Jahrhundert wurde aus dem Bayerischen Weinland ein Bierland. In den 1970 er Jahren wurde im Taubertal wieder Wein angebaut. Die Thüraufs warben schon früh für den hochwertigen Anbau von Wein im Taubertal und setzten damit Maßstäbe. Ein historischer Streifzug zur Ampelographie früher und heute. Lassen Sie sich von Herrn Thürauf erklären was es damit auf sich hat.

 

Den Tag können Sie dann in einem der vielen schönen Lokalen in Rothenburg bei einem Schoppen Wein ausklingen lassen. Am kommenden Sonntag stehen dann drei weitere interessante Themenführungen auf dem Programm. Wir starten auch nicht ganz so zeitig, um jedem die Möglichkeit zu geben ganz nach persönlichem Gusto dem Kirchgang oder Sonntagsfrühstück zu frönen.

Foto: ©Rothenburg Tourismus Service
Foto: ©Rothenburg Tourismus Service
Foto: ©Rothenburg Tourismus Service

Touristen statt Schornsteine

Treffpunkt: An der Eich am So. 19.2. um 11:30 Uhr

Gästeführer: Frau Hannelore Schultze

 

Kurzbeschreibung

Die Bahnverbindung kommt 1873. Das Postkutschen-Zeitalter ist vorbei. Rothenburg erkennt seine Chance in den „Fremden“, die da langsam zahlreicher werden – und reagiert: Hotels werden erweitert oder neu errichtet, Licht und fließendes Wasser kommen, Events werden gezielt kreiert, das „Stadtbild“ spielt jetzt eine große Rolle. „Die Gartenlaube“ berichtet oft über Rothenburg – weltweit. „Alles für die Touristen“. Dem trägt man mit vielen Maßnahmen Rechnung. Selbst auf einer Weltausstellung wird Rothenburgs Rathaus zum „Deutschen Haus“.

 

Der Wandel im Sport, Ernährung, Lebensstil

Treffpunkt: Im Rathaus (2. Stock) am So. 19.2. um 13:30 Uhr

Gästeführer: Frau Karin Bierstedt, Herr Baur, Herr Weber

 

Kurzbeschreibung

Unter dem Begriff „Sport“ werden verschiedene Bewegungs-, Spiel- und Wettkampfformen zusammengefasst, die meist im Zusammenhang mit körperlichen Aktivitäten des Menschen stehen. Am Beispiel des Patrizierfestes und des VTR 1861 wird die Entwicklung in Rothenburg aufgezeigt. Die Sportler kamen viel rum. Wie hat sich der Breitensport verändert. Das Körperbewusstsein und die Einstellung zur Ernährung haben sich angepasst. Vom Klappmesser zum Sit up – machen Sie mit.

 

Foto: ©Rothenburg Tourismus Service
Foto: ©Rothenburg Tourismus Service
Foto: ©Rothenburg Tourismus Service
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Die Veränderung in der St.-Jakobs-Kirche

Treffpunkt: St.-Jakobs-Kirche  am So. 19.2. um 14:30 Uhr

Gästeführer: Herr Peter Noack und Herr Dr. Oliver Gußmann

 

Kurzbeschreibung

Die gotische St.-Jakobs-Kirche wurde zu einer Zeit erbaut als man von Martin Luther noch nichts ahnte. Nachdem in Rothenburg o.d.T. die Reformation eingeführt worden war, veränderte sich der Innenraum: Altäre wurden im Raum verschoben, Heiligenfiguren versteckt, unbequeme Bilder übermalt, Kanzeln gebaut und Bänke in den Raum gestellt. In der Führung geht es um die Veränderungen, die der reformatorische Glaube mit sich brachte.

 

Das Ende der Rallye

Am Ende der fünften Führung des Wochenendes und zum Abschluss der Veranstaltung werden dann die Ergebnisse des Quiz bekannt gegeben. Es lohnt sich also bis ganz zum Schluss dabei zu bleiben. Denn auch dabei wird sich vermutlich noch einmal für viele Anwesende etwas verändern, und zwar in kurzer Zeit ihr Wissensstand über Rothenburg ob der Tauber.  Es ist ja schließlich die Zeit für Veränderungen.

 

Harald Ernst

Bin ich ein Rothenburger? JAIN! Meine Wurzeln liegen nur 15 km von Rothenburg entfernt. Brettheim, früher ein Teil des Stadtgebietes der Reichsstadt mit ca. 180 Dörfern, liegt heute in einem anderen Bundesland (BW). Das erklärt, weshalb ich mich als Rothenburger fühle, inzwischen auch in der Altstadt lebe, aber nicht wie ein Rothenburger klinge. Ich bin ein Hohenloher mit entsprechendem Dialekt (wenn ich will oder darf) und habe mich während meines Zivildienstes (1990/91) in der Jugendherberge in die Stadt verliebt. Außerdem habe ich mich durch die Gäste aus aller Welt inspirieren lassen und das Reisen für mich entdeckt. Menschen, Länder, Abenteuer lassen mich immer wieder meine Koffer packen. Doch genauso gerne kehre ich immer wieder zurück in diese besonders schöne Stadt. Aus Hobby wurde Beruf. Bereits 1993 kam ich zur Gästeführerei. Im Jahr 2000 habe ich mit einem Freund ein Reiseunternehmen gegründet und bin seit dem selbstständiger Stadtführer, Reiseleiter und Driverguide für Gäste aus aller Welt im In- und Ausland. Doch mein Schwerpunkt ist und bleibt Rothenburg ob der Tauber. Hier kenne ich mich am besten aus. Hier bin ich Zuhause.

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