Meine schönste Ein-Stunden-Wanderung

Meine schönste Ein-Stunden-Wanderung bei Rothenburg ob der Tauber

Ein für mich reizvoller Aspekt an Rothenburg ob der Tauber ist die Nähe zur Natur. Obwohl ich in der Altstadt wohne, im südlichen Teil, im Spitalviertel, bin ich dennoch sofort raus aus der Stadt und im Grünen. Wer nur eine gute Stunde Zeit hat, dem empfehle ich meine Lieblingswanderung, die natürlich vor der Haustüre in der Spitalgasse 19 (erbaut 1528) an meinem Buchungsbüro für Ballonfahrten beginnt. Hier befindet sich nicht nur meine Wohnung sondern auch der Patchwork-Engel meiner Partnerin Susanne. Gleich schräg gegenüber unserem Haus führt ein kleiner Fußweg zum ältesten Baum Rothenburg, einer alten knorrigen Linde die laut Steintafel 1587 gesetzt wurde.

Mauerdurchgang

Ein paar Schritte bergauf liegt nun links die Jugendherberge, geradeaus geht es zur Stöberleinsbühne, der Rothenburger Freilichtbühne und rechts befindet sich ein Durchgang in der Stadtmauer, der uns zur Rothenburger Riviera führt. Sanft hangabwärts gehen wir Richtung Burggarten vorbei am Kobolzeller Tor und dem oberhalb der Riviera gelegenen Kriminalmuseum. Unterhalb des Weges liegt der Rothenburger Weinberg des lokalen Winzers, dessen Produkte Sie im Hotel Restaurant Glocke in der Altstadt versuchen können. Wir folgen dem Fußweg, der unterhalb des Burggartens jetzt ein wenig steiler bergab ins Taubertal verläuft. Am Hangende treffen wir geradeaus auf die Wackelbrücke, eine malerische alte Holzbrücke, die uns über die Tauber führt.

Am Brückenende halten wir uns links und erreichen nach der ersten Biegung die noch arbeitende Fuchsmühle (zur Stromproduktion) betrieben von der Familie Molitor. Früher gab es hier am Wochenende einen köstlichen selbstgebackenen Kuchen, aber nach dem vierten Kind wurde es Heidi und Alex zuviel mit dem Sonntagscafe, so dass nur noch der Hotelbetrieb weiterläuft. Gleich gegenüber befindet sich das Topplerschlösschen und zwischen Fuchsmühle und Topplerschlösschen  folgt unser Weg geradeaus einem schmalen bewaldeten Pfad den Hang hinauf. Auf der Anhöhe angekommen stoßen wir auf einen seltsamen begrünten Erdhügel.Es handelt sich um die Taubertal-Sprungschanze, eine Natur Skisprungschanze. Ich erinnere mich an das letzte Skispringen in den neunziger Jahren. Der Schanzenrekord liegt meines Wissens bei 42 Metern.

Blick von der Sprungschanze

Von hier genießen wir nach dem „Aufstieg“ einen malerischen Blick auf die nun gegenüberliegende Altstadt von Rothenburg. Eine Hinweistafel erläutert uns die „Skyline“.Gleich rückwärtig der Schanze befindet sich ein breiterer Waldweg, dem wir nach links, leicht bergab, folgen.

Nach etwa einhundert Meter überqueren wir geradeaus eine asphaltierte Straße. Kurz darauf, an einer Weggabelung, stehen wir vor dem Rothenburger Hochzeitwäldchen. Brautpaare die sich in Rothenburg das Jawort gegeben haben, pflanzen hier ihren Hochzeitsbaum und kehren wenn alles „gut“ geht zur jährlichen Baumpflege nach Rothenburg zurück.

Am Hochzeitswäldchen rechts hinauf geht es zum Rothenburger Kletterwald, wir aber gehen links leicht bergab auf einem Wiesenweg mit Blick über die Felder. Nach etwa 150 Metern halten wir uns weiter links dem bewaldeten Weg folgend. Am Ende des Waldweges mit wunderbaren Ausblicken auf die Stadt, die Riviera und den Burggarten stehen wir nun vor der Doppelbrücke Wir überqueren die Brücke und die dahinter liegende Straße und gehen auf die nun vor uns befindliche Hangwiese.

Zu jeder Jahreszeit erkennt man auf dem Wiesenhang einen schmalen Trampelpfad, parallel zur Straße der auf, eine Bank, den Lieblingsplatz von Ruth, Traudl Inge und Doris zuläuft. Hinter der Bank geht es einer leichten Linkskurve einen Waldpfad hinauf. Nach einer Rechtskurve folgen wir ein paar bemoosten Treppenstufen hangaufwärts.

Doppelbrücke Rtg Stadt

Nach 150 Metern in einer Spitzkehre nach links abbiegend queren wir nach wenigen Minuten die Fahrstraße welche um die Altstadt herumführt. Wir halten uns links und folgen dem ansteigenden Weg an der Stadtmauer entlang. Nach wenigen Metern befinden wir uns wieder am Stadtmauerdurchgang vom Beginn unserer Wanderung. Wir folgen der Straße diesmal jedoch vor der Jugendherberge zurück zur Spitalgasse wo uns im Cafe Gerberhaus ein wunderschöner Garten, mit leckerem Kaffee und Kuchen erwartet.

Der geübte Wanderer benötigt eine Stunde für die beschriebene Rund-Route. Gemütlich schlendert man zu jeder Jahreszeit etwa 75 Minuten, da der Weg immer gut begehbar ist.

Georg Reifferscheid

Mein Name ist Georg Reifferscheid. Ich bin passionierter Ballonfahrer und veranstalte in Rothenburg ob der Tauber tägliche Ballonstarts aus dem Taubertal. Seit 1987 bin ich Hobbyballonfahrer, seit 1991 Ballonlehrer und seit 1993 hauptberuflicher Ballonpilot. Im Jahr zuvor, Ende 1992, gründete ich mit „Happy Ballooning“ das erste Luftfahrtunternehmen mit Ballonen in Nordbayern. Unser Startplatz in Rothenburg befindet sich direkt unterhalb der Altstadt an der Tauber. Bevor ich mein Hobby zum Beruf machte, war ich nach Abschluss meines Studiums an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung als Kriminalbeamter bei einer Spezialeinheit, einem Mobilem Einsatzkommando in Köln tätig. Anschließend als Sachbearbeiter für Raub und Fahndung bei der Kripo in Bonn. Am Ballonfahren reizt mich vor allem, im Luftmeer lautlos einem unbekannten Ziel entgegen zu gleiten. Mich fasziniert die Freiheit, über den Dingen zu schweben. Am liebsten bin ich ganz nah dran an der Altstadt von Rothenburg und der abwechslungsreichen Landschaft des Taubertals, der Frankenhöhe, der Hohenloher Ebene, des Aischtals, des Vorbachs oder des Jagst- und Kochertals. In jeder Himmelsrichtung ein neues Abenteuer! Dabei hat jede Jahreszeit ihren eigenen Reiz und lädt zum Fotografieren ein.

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