Lebendiger Unterricht im Museum!

Hinein durch ein riesiges Tor. Im Rathausinnenhof dem so genannten Lichthof des Rothenburger Rathauses weist ein Schild mit der Aufschrift “Museum“ auf eine offenstehende Türe hin. Man betritt einen Raum, in dem man sich sofort in eine andere Zeit und eine lebendig gewordene Geschichte begibt. Wir schreiben das Jahr 1631. Vor den Toren der Stadt Rothenburg ob der Tauber stehen die Truppen der katholischen Liga. General Graf Johann Tserclaes von Tilly ist im Begriff, die bis dahin als uneinnehmbar gegoltene Stadt Rothenburg ob der Tauber durch einen Verrat einzunehmen.

Wie darf man sich das vorstellen? Wie können die erlebte Szenerie der Belagerer und Belagerten und deren Eindrücke und Erlebnisse beispielhaft veranschaulicht werden? Zum 85. Geburtstag des Historischen Festspiels “Der Meistertrunk“ wurde 1966 mit der Eröffnung der Historiengewölbe samt Staatsverlies im Rathaus das Festspielmuseum Realität. Ein historisches Kabinett der besonderen Art, das bis zum heutigen Tag einen anschaulichen Einblick in die tragische Geschichtsepoche des Dreißigjährigen Krieges gibt.

Im Mittelpunkt: Die wundersame Errettung der Stadt Rothenburg ob der Tauber und seiner Einwohner durch den berühmten “Meistertrunk“ des damaligen Altbürgermeisters Nusch. Insgesamt 12 Gewölbe ermöglichen den Einblick in die lebendige Szene einer Wachstube mit würfelnden und trinkenden Landsknechten aber auch den Blick in die Befestigungsanlagen und die Wehrbereitschaft der Stadt, auf Waffen, Kanonen, Geschütze, Kriegsgeräte. Militärische Ausrüstungsgegenstände und die Originalfahnen der Rothenburger Truppen zieren nicht nur die Wände, sondern schweben über den Köpfen der Besucher und weisen den Weg durch die liebevoll eingerichteten Darstellungen in den einzelnen Gewölben. In den Räumen vernimmt man leise ein Trommeln und Schlagen zu den Melodien alter Landsknechtslieder wie sie damals vor den Toren der mittelfränkischen Stadt im Feldlager gespielt und gesungen wurden.
Auch finden Sie interessante Informationen über General Tilly und die katholische Liga, sowie über König Gustav II. Adolf von Schweden und die evangelische Union.

Von den Gewölben aus ist das Verlies unterhalb des Rathauses zu erreichen. Zum Verlies gehören eine Wachstube, ein Folterraum und drei Gefängniszellen. Die Gefängniszellen vermitteln einen Eindruck der damaligen Haftbedingungen.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Öffnungszeiten:
Mai bis Oktober: 9.30 Uhr bis 17.30 Uhr
November bis April: siehe Info am Eingang

Der Eingang zum Museum befindet sich im Rathausinnenhof auch – Lichthof genannt, links neben dem Portal. Zugang von der Herrngasse direkt am Marktplatz Rothenburg gelegen erreichbar.
Telefon: 0 98 61 / 8 67 511624861_841704589188593_296090280_n

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Benjamin Babel

Mein Name ist Benjamin Babel. Ich wurde 1962 in Rothenburg ob der Tauber geboren. Nach der Schulzeit und der Ausbildung führten mich meine Wege als Journalist in alle Welt. Doch das Herz schlägt nun mal in der Heimat und so blieb ich mit meinem Rothenburg auch in der Ferne stets verbunden. Seit 2011 lebe ich wieder in Rothenburg ob der Tauber, direkt am Marktplatz. Vielleicht hat mich der ein oder andere Besucher übrigens schon einmal in den Medien gesehen.

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